Kein guter Zeitpunkt

Kein guter Zeitpunkt ist oft eine Entschuldigung, ein Komplize beim Pläne vergraben und Träume verschieben. Prokastination ist wahrscheinlich einer der größten Projektkiller und jeder hat Erfahrung damit etwas aufzuschieben.

Zeitmanagement ist natürlich wichtig und alles auf einmal zu erledigen ist keine realistische Option.

Meiner Meinung nach bleiben Menschen aber oft weit hinter ihrem Potenzial zurück, weil ihnen entscheidende Aufgaben unangenehm sind und deshalb zu lange nicht erledigt verbleiben. Wenn man das zu lange tut und deshalb auch noch über seine eigenen Fehler frustriert und energieloser als vorher ist, trägt das weder zur Lösung der Aufgabe bei, noch geht es einem dabei gut. Es ist die berühmte Spirale, abwärts.

Bei mir persönlich sind es Anrufe, ich telefoniere nicht gerne und erwische mich dabei wie ich diese aufschiebe, auch wenn Anrufe natürlich persönlicher sind und besonders bei Dingen wie der Wohnungssuche schneller zum Erfolg führen. Davon ab ereilten mich einige hardwareseitige Schläge. Mein MacBook friert täglich ein und wird über 90°C heiß, was es für mich quasi unbenutzbar macht und mein anderer Rechner kommt heute aus dem letzten Reparaturversuch von Saturn, hoffentlich dieses mal erfolgreich. Keine stabile Hardware zu meiner Verfügung.

In den letzten Wochen habe ich eine neue Wohnung mit meiner Dame gefunden, eine Prüfungsaufgabe erstellt und die mündliche Prüfung dazu abgelegt. In der gesamten Zeit habe ich auch noch an diversen Webprojekten gearbeitet, wie an diesem und das alles über ein 130$ smartphone als primäre Internetleitung über ein 3G Netzwerk. Alles andere als optimal, was Zeit und Arbeitsplatz angeht. Das Bild zu diesem Beitrag wurde mit eben diesem Telefon gemacht, zwar mit Instagram, aber ich hätte natürlich lieber etwas mit meiner Kamera gemacht. Ich hätte auch lieber eine 100 Mbit/s Leitung und würde diesen Beitrag am Liebsten nicht auf einem Computer meiner Uni schreiben, aber es hat gereicht, wie man sieht.

Tu gutes, bevor du darüber sprichst

Es muss nicht immer alles unter optimalen Bedingungen entstehen. Etwas zu tuen ist immer produktiver als darüber zu sprechen oder nachzudenken, was man denn wie am besten machen könnte. Ich veröffentliche lieber einen Post mit einer kurzen und einfachen Botschaft, als einen perfekten Post zu planen, mit 5 Revisionen zu versehen und irgendwo in meinen Dokumenten untergehen zu lassen. Solange man nicht gefährliches Halbwissen verbreitet, ist es völlig in Ordnung.

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