Ist bloggen Arbeit?

Im Blogger-Forum wurde gefragt ob Bloggen Arbeit ist.

Einstellungssache. Dinge die Spaß machen, mit denen man experimentiert, die man liebt, sind Spiel.

Choose a job you love, and you will never have to work a day in your life. -Confucius

Der praktische Kram

Dem kann ich einfach zustimmen und für einen Großteil meiner Blogs trifft das zu. Arbeit sind eigentlich nur die Schritte, die sich wiederholen. Screenshots machen, für eine vernünftige Veröffentlichung auf sozialen Netzwerken sorgen. Einen Großteil dieser Arbeit erleichtert mir allerdings Buffer.

Der Persönliche Kram

Bloggen ist für mich oft den Kopf leeren, mir etwas von der Seele schreiben, auch wenn das vielleicht etwas komisch erscheint, weil ich häufig über technische Themen Blogge. Es ist einfach cool, wenn man das Gelernte weitergeben kann und vielleicht ein paar Leuten viel schlechtere Googleergebnisse erspart. Wenn man Wissen destilliert oder einfach mal etwas erzählen kann, damit Freunde und Verwandte wissen, dass man:

  1. noch lebt
  2. was man so erlebt

Der professionelle Kram

Bloggen als Beruf ist von vielen Webseiten als Suchbegriff in Beschlag genommen und die meisten sind Scheiße. Schneeballsysteme, Spinner und Möchtegerninternetversteher haben besiedelt wovon viele Träumen, deshalb steht bei mir derzeit

Kein Marketing Bullshit, nur Kommunikation, Technik und ein wenig über Menschen.

in der tagline. Auf anderen Blogs bemühe ich mich ebenso entweder gut oder einfach sachlich zu schreiben. Der Druck wächst natürlich irgendwann und man schreibt nicht nur für sich. Wenn man nicht vernünftig recherchiert oder einfach unqualifizierten Müll schreibt, steht der Ruf auf dem Spiel, egal ob der Post Meinung, Tutorial oder etwas Anderes ist.

Ehrlichkeit und Objektivität (soweit möglich, heißt: persönliche Präferenz kennzeichnen und begründen) stehen ganz oben auf der Liste. Öfter höre ich, dass viele meiner Kollegen oder Mitstudenten nicht unbedingt so viel erzählen würden, oder ihren Code online stellen würden, den kann ja dann jeder sehen… Ja! Genau! Wenn ich mich in Jobs reinlügen müsste, wäre das sicher nicht der richtige Arbeitsplatz für mich.

Kalkül und Gewinn

Professionell Bloggen heißt nicht unbedingt, dass man davon leben kann, sondern das man ein Ziel verfolgt. Durch meine Blogs habe ich größtenteils Komplimente und Anerkennung erhalten. Mein Umfeld weiß, das ich etwas über bestimmte Themen weiß und ich hatte schon Vorstellungsgespräche, weil ich aktiv erzähle, was ich so treibe. Außerdem habe ich einen Verlag auf mich aufmerksam gemacht und ein Buch veröffentlicht.

Man kalkuliert was gerade Sinn ergibt, wenn man mehr Publikum möchte. Man interagiert mit seinen Vorbildern und wird in deren Podcast erwähnt. Alles hat Aussicht auf Erfolg, Leser, Wert den man anbietet. Man kann es an Kommentaren, Hits und anderen Maßstäben messen, aber man lernt selbst meist wenn man schreibt. Was ist wichtig, was nicht? Das zu üben hilft auch an anderen Stellen.

Fazit

Bloggen macht Arbeit / Aufwand, ist aber nicht mein Job und meistens macht es Spaß. Es macht sichtbar was man kann und weiß, wofür man steht und was einen stört. Es frisst Zeit, die man manchmal nicht hat, aber Papier ist doch geduldig 😉

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