Vollzeitblogger

CheckUp App will Suizid anhand von Twitter voraussagen

August 11, 2014

Das Ziel der CheckUp App ist es suizidales oder zumindest autoagressives Verhalten anhand von Tweets zu erkennen und die Freunde dazu zu bewegen, Kontakt aufzunehmen.

Die Automatisierung eines solchen Verhaltens ist schon befremdlich, aber wenn es ein Leben rettet, ist es das doch schon mal wert so eine App zu entwickeln.

Wer hat Niemanden in seinem Bekanntenkreis der sich selbst das Leben genommen hat? Selbstmord ist ein schweres Thema und kürzlich lief mir eine Bekannte aus meiner Gymnasiums Zeit über den Weg, die mir sagte sie hätte einen alten, gemeinsamen Freund besucht.

Ich traute meinen Ohren nicht und fragte sie, ob sie sich da sicher sei, denn ich war vor Jahren auf seiner Beerdigung.

Sie entgegnete, dass sie dort gewesen sei, wo er nun ruht. Ich konnte also beruhigt aufhören an meinem Gedächtnis zu zweifeln. Wenn man sich aus den Augen verliert, was bei der Menge von Posts und Updates ja nicht gerade unwahrscheinlich ist, könnte so eine App vielleicht helfen.

Die CheckUp App scheint mir etwas wie ein Telefonseelsorge Ticker für das Zeitalter der sozialen Medien zu sein und so viel man manchmal auch vom Genörgel der Timeline auf Twitter angenervt ist, vielleicht einfach mal etwas Nettes zurücktwittern schadet sicher nicht.

Für Nerds interessant: Der Prototyp ist in Google’s Go geschrieben und auf Github verfügbar.

checkup-app-suizid-prävention-social-media-soziale-medien

Ein Teil des Quelltextes, der dazu dient die Tweets zu analysieren ist hier eingefügt und viele, derzeit fast nur englische Worte sind dort zu finden, die mir sicher auch Sorge bereiten würden, wenn ich sie in den Tweets meiner Freunde lesen würde.

<code style="font-size: 0.8em;">//Create the list of self harm-phrases.
func buildSelfHarmPhrases() {
	phrases = []Phrase{}
	//globalExcludes := []string{"lol"}
	add([]string{"feel", "alone", "depressed"}, []string{})
	add([]string{"i", "feel", "helpless"}, []string{"girl", "without", "when"})
	add([]string{"i", "feel", "sad"}, []string{"episode", "lakers", "game", "sorry", "you", "when"})
	add([]string{"i", "feel", "empty"}, []string{"stomach", "phone", "hungry", "food"})
	add([]string{"sleeping", "a lot", "lately"}, []string{"haven't been"})
	add([]string{"i", "feel", "irritable"}, []string{"was"})
	add([]string{"depressed", "alchol", "irritable"}, []string{"Ronan"})
	add([]string{"sertaline"}, []string{"special class", "viagra", "study", "clinical", "http"})
	add([]string{"zoloft"}, []string{"toma", "para", "necesito",
		"gracioso", "desde", "palabra", "vida", "sabor", "aborto", "gusta"})
	add([]string{"prozac"}, []string{"toma", "para", "necesito",
		"gracioso", "desde", "palabra", "vida", "sabor", "aborto", "gusta"})
	add([]string{"pills", "depressed"}, []string{"http"})
	add([]string{"suicide", "once", "more"}, []string{"will", "live", "by"})
	add([]string{"suicide", "tried", "commit"}, []string{"dog", "fish", "cat", "who"})
	add([]string{"himself", "tried", "kill"}, []string{"dog", "fish", "cat"})
	add([]string{"herself", "tried", "kill"}, []string{"dog", "fish", "cat"})
	add([]string{"suicide", "attempted"}, []string{"dog", "fish", "cat"})
	add([]string{"killing", "myself"}, []string{})
	add([]string{"kill", "myself"}, []string{})
	add([]string{"cutting", "myself"}, []string{"shaving", "hair", "shave", "accidentally", "off"})
	add([]string{"being", "bullied"}, []string{""})
	add([]string{"feel", "bullied"}, []string{""})
	add([]string{"stop", "bullying", "me"}, []string{"#stop"})
	add([]string{"gun", "suicide"}, []string{""})
	add([]string{"diagnosed", "anorexia"}, []string{""})
	add([]string{"diagnosed", "ocd"}, []string{"http"})
	add([]string{"dad", "fight", "again"}, []string{"food"})
	add([]string{"parents", "fight", "again"}, []string{"food"})
}
</code>

Gefunden bei news.ycombinator.com / HN