Bandhomepage richtig gemacht: Tina Dico

Tina Dico, oder mit bürgerlichem Namen: Tina Dickow, eine dänische Sängerin und Songwriterin gehört zu meinen Lieblingsmusikerinnen und hat bei ihrer Webseite einiges richtig machen lassen. Sowohl tinadico.com als auch tinadickow.dk sind starke Positivbeispiele für Musikerwebseiten.

Design

Zunächst mal ist das Design der Webseite immer im Einklang mit dem des aktuellen Albums, schon vor dem Release. Diese Konsistenz im Design ist für mich logisch und wichtig, da ein Zeichen gesetzt wird: Dies ist ein Gesamtkonzept und die Seite ist ein Teil davon.

Songtexte

Was ich vor ungefähr 2 Jahren eher durch Zufall entdeckt habe war, dass die Songtexte direkt auf der Seite verfügbar sind. Durch die letzten Jahre konnte man in der Musikbranche ja öfter Rechtsstreitigkeiten ausmachen, die einigen Webseiten das veröffentlichen von Songtexten verboten, Tina Dico aber stellt sie auf ihre Webseite. Das ist in meinen Augen der richtige Schritt, wenn man seine Musik auch zum Download über Amazon oder iTunes anbietet, damit diese Käufer auch leichten Zugriff darauf haben und auch um mehr Traffic auf die eigene Seite zu lenken. Wer die Lyrics selbst postet, muss sich ja eigentlich nicht wirklich um die Lyricsammlungen im Netz kümmern, da man diese in den Suchergebnissen leicht übertrifft. Da einige Songs in verschiedenen Versionen, aber mit gleichem Text auftauchen, werden diese von verschiedenen Alben auf den gleichen Text referenziert.

In Zeiten in denen bezahlte Downloads oder Streamingdienste wie Spotify immer beliebter werden, ist dies eine wirklich sinnvolle Strategie. Wer würde die eigenen Texte nicht lieber auf der eigenen Webseite als wertvollen Inhalt präsentieren, die eigenen Links zum Verkauf einfügen und auch das Design voll beinflussen können, anstatt es auf Werbungsüberladenen Lyricdatenbanken zu finden und vor allem auch die Hörer finden zu lassen?

Interaktivität

Eine Aktion, die im Moment läuft, fordert Benutzer dazu auf ein Poster für die kommende Tour zu erstellen. Vier hochauflösende Fotos werden dafür hier zur Verfügung gestellt. Hier gibt es schon die ersten Ergebnisse und ein paar coole Poster für die bevorstehende Moon to Let tour.. Zuvor gab es auch schon eine Aktion ein Video zu veröffentlichen, wie man einen Song von ihr covert und als Gewinn konnte man dann zusammen mit ihr auftreten.

Insgesamt finde ich, sind das ziemlich coole Aktionen, die erstens die Leser engagieren und auch genug Anlass dazu gibt, dass diese auch ihrem Freundeskreis erzählen, was sie da gerade treiben. Viel cooler als irgendwelche Zufallsgewinnspiele.

Social Media

Benutzern wird freigestellt mit welchem Dienst sie sich authentifizieren wollen, durch das populäre Disqus plugin wird es ermöglicht sich über Facebook oder Twitter einzuloggen, oder einfach eine Emailadresse zu hinterlassen.

Soziale Medien sind auch ein Teil der Benutzeroberfläche, allerdings sind diese nicht wirklich an das Design angepasst und das Pop-up Fenster wenn man die Maus darüber führt, zeigt auch Netzwerke die entweder tot oder totgesagt sind. Hier wäre weniger mehr.

Keine Auskunft

Leider konnte ich von den Machern der Seite oder den Onlinebeauftragten, die auf der Webseite angeführt sind keine Informationen dazu erhalten ob die Seiten als WordPress Multisite laufen oder wie viele Benutzer durch die Such nach Songtexten auf die Seite kommen.

Mehrsprachigkeit

Die Webseiten tinadico.com und tinadickow.dk sind quasi identisch, bis auf die Sprache. Anstatt eine Webseite mit mehrsprachigkeitsoptionen aufzublähen (das bei WordPress auch nur begrenzt möglich ist), läuft die Seite einfach zwei mal, in zwei Sprachen, Englisch und Dänisch.

Vielen Dank Tina & co für das wirklich positive Beispiel einer Musiker/Bandseite! 

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