Amanda Palmer – Dear Daily Mail

Eine hervorragende Künstlerin, die ich hier schon einmal in Verbindung mit ihrer Kickstarter Kampagne präsentierte, hat sich großartig gegen die Boulevardpresse verteidigt. Vorsicht das folgende Video zeigt eine nackte Frau.

Meine Lieblingsstelle ist die, an der sie das Publikum beruhigt mit den Worten

Ssssh! It’s just a naked woman!

Amanda Palmer äußert sich auf ihrem Blog dazu wie ihr die Idee zu diesem Song kam, als die Daily Mail sich über ihre Brust ereiferte.

dear daily mail,
you will never write about this night
i know that because i’ve addressed you directly i’ve made myself no fun to fight
but thanks to the internet people all over the world can enjoy this discourse
and commune with a roomful of people in london who aren’t drinking kool-aid like yours

and though there be millions of people who’ll accept the cultural bar where you have it at
there are plenty of others who’re perfectly willing to see breasts in their natural habitat

i keenly anticipate your highly literate coverage of upcoming tours

In your face Daily Mail 😀

Was ist eigentlich Kickstarter?

Kickstarter ist die bekannteste crowd-funding Plattform. Crowd funding bedeutet: viele Leute geben eine Geldsumme einem Projekt oder Team, welches dann ein Produkt oder Dienst erstellt und es an alle die Mitgeholfen haben zurück gibt.

Um die Mechanik etwas genauer zu erklären, es gibt verschiedene Rewards, also Belohnungen, die sich meist daran orientieren, wie viel Geld man dem Projekt gibt.

kickstarter_2012_year_review

Der Kickstarter Jahresrückblick für 2012 war sowohl visuell sehr schön und hat ein paar Zahlen preis gegeben wie viele Projekte dadurch schon Kapital auftreiben konnten, durchaus sehenswert.

Als Beispiel gab es kürzlich bei der GHOST Kickstarter Kampagne Premium Backer Slots, also eine begrenzte Möglichkeit mit einer größeren Summe zu investieren und dafür als Partner aufgelistet zu werden. Das ist natürlich besonders für Firmen interessant.

Jeder kann spenden so viel er möchte, aber die Projektinitiatoren setzen oft Anreize zumindest einen bestimmten Betrag, wie 5, 10 oder 15€ zu spenden um dann Zugriff auf Hintergrundmaterial oder das physische Produkt zu bekommen. Die Investoren auf Kickstarter werden generell mit Backer betitelt.

Ein Beispiel:
Die Entwickler der freien Videospielkonsole Ouya haben jedem Backer, der ab 99$ gespendet hat, eine Konsole zukommen lassen, inklusive Controller.

Ab 170$ gab es die Konsole mit zwei Controllern.

Für wen ist Kickstarter interessant?

Als Nutzer für alle, die ein passendes Projekt finden. Bei TED hat Amanda Palmer mal darüber gesprochen wie sie ein Album über Spenden finanziert hat.

Um Spenden zu erhalten ist es für alle interessant, die ein Produkt oder ein Ende des Projektes abgrenzen können. Als Künstler wäre das zum Beispiel die Fertigstellung eines Albums, einer Skulptur oder eins Films. Über ein paar Programmierer und Designer habe ich schon geschrieben in GHOST: bloggen mit node.js.

Wenn man eine gute Idee hat, aber Schwierigkeiten einen Publisher zu finden, der einen finanzieren oder mit dem man arbeiten will, ist crowd funding in jedem Fall einen Versuch wert.

Es ist eine gute Alternative dazu sich von einer größeren Firma kaufen zu lassen und einfach Startkapital zu sammeln.

Was haltet ihr von Kickstarter?

Habt ihr ein Projekt, für das ihr einfach mehr Kapital braucht, als ihr in ein paar Monaten auftreiben könntet und würdet ihr eure Idee dort vortragen?