Spaß an der Sache

Letzten Freitag hatte ich eine Unterhaltung mit einem Entwickler, mit dem ich gerade ein Projekt bastle. Von ihm kam irgendwann der Satz, als ich potenzielle rechtliche Schwierigkeiten abwinkte: (frei übersetzt, wir sprachen Englisch)

Ich glaube du siehst das alles zu locker, das könnte zu einem echten Problem für das Projekt werden.
Entwickler

Meine Antwort war in etwa:

Ich will einfach Spaß an dem haben, was wir hier machen und nicht dauernd an alle Probleme denken, sonst werd‘ ich ja depressiv.

Wir bauen übrigens kein böses spam botnet, sondern eine mobile Webseite mit folgender App, mit der man sein Rauchverhalten protokollieren und visualisieren kann. Trotzdem spricht mein Entwickler natürlich die Sprache der Vernunft, denn Dänemark verabschiedet gerade ein Gesetz, das Raucher vor Humbug und falschen Rauchstoppversprechen schützen soll und das könnte uns treffen obwohl wir nichts versprechen und offen präsentieren was die App können wird. Das diese keine Garantie ist, das man umgehend aufhört zu Rauchen, ist bei mir eigentlich ein Fall gesunden Menschenverstandes. Wer es ausprobieren möchte geht einfach auf cigtrack.info und meldet sich an. Im Moment gibt es quasi nur einen daily counter, wir arbeiten aber hart an der Implementierung cooler Diagramme und so.

Hauptsache Spaß

Die Hauptsache für mich, wenn ich an etwas arbeite ist, dass ich und Team oder Crew wenn vorhanden, Spaß haben. Dadurch gibt jeder ungehindert sein Bestes und der Kunde oder Nutzer wird glücklich. Wenn ich keinen Spaß daran hätte Videos zu drehen, Fotos zu machen, zu Bloggen und zu programmieren wäre ich mit meinem Kenntnisstand in diesen Gebieten sicher weit zurückgeblieben und hätte mich nie für Studien innerhalb dieser Gebiete entschieden.

Risiken müssen natürlich immer kalkuliert werden und wenn man die Idee hat ein Produkt zu entwickeln, sollte man dafür sorgen, dass es nicht bei Veröffentlichung zu einem Rechtsstreit führt und hunderte von Arbeitsstunden für die Katz waren, aber wenn man sich intensiv mit jeder Grauzone beschäftigt, anstatt einfach mal etwas zu probieren, wird man irgendwo auf der Suche nach dem perfekten Projekt auf der Strecke bleiben.

Nicht jeder Punkt auf der ToDo Liste macht Spaß, bei mir sind ein Großteil der Aufgaben aber spannend, interessant, lehrreich und dergleichen und deshalb machen sie mir Spaß

Habt ihr Spaß beim bloggen, programmieren, etc?

Was macht ihr und habt ihr Spaß im Job, oder habt ihr eher das geringere von vielen Übeln zum Beruf?

Wie ist eure Einstellung und was habt ihr vielleicht verändert um einen positiveren Alltag zu haben?

4 Antworten auf „Spaß an der Sache“

  1. Spaß ja, aber aktuell beschäftigt mich die Frage, ob man sein Hobby zum Beruf machen sollte, schon sehr. Ich studiere etwas, was ich einigermaßen spannend finde (Interaktive Digitale Medier), träume aber von einem Beruf, den ich aktuell liebe (Kamerafrau). Aber ist es klug mit etwas zu arbeiten, wofür man eine Leidenschaft hat? Sollte ich nicht lieber einen Beruf wählen, den ich immer noch interessant finde, aber etwas distanzierter betrachten kann? (Und jaja, man kann ja das eine testen, und dann einfach wechseln, wenns nicht funktioniert. :p )

    Coole Idee mit der App. Funktionierts denn (also das mit dem Aufhören)? :p

    1. Es klappt zumindest es zu protokollieren. Es ist einfach objektiv und verschafft einen Überblick zu einem Thema mit dem man sich sonst vielleicht gedanklich beschäftigt aber Versuche es zu ändern oft verwirft. Es schafft irgendwo Bewusstsein und ist ein Werkzeug, wie man es nutzt ist jedem selbst überlassen. Ich merke bei dem Blick aufs Display direkt ob ich mehr oder weniger rauche als gewöhnlich und kann dadurch schneller reflektieren warum ich mehr rauche und ob mich gerade etwas belastet. Aufgehört habe ich noch nicht, aber der Trend geht insgesamt abwärts in der Anzahl der Zigaretten.

      Zum Job: Ich habe keine Lust in Bereichen zu arbeiten, die mir keinen Spaß machen, aber glücklicherweise machen mir ja sowohl Programmierung und Video Spaß. Das Meiste dazwischen auch, wie Bloggen, soziale Medien erforschen, Fotografie und vieles mehr. Mit welchen Themen, Menschen, Firmen usw. ich arbeite ist aber auch schon relativ gut selektiert und ich halte mich auf der hellen Seite der Macht, mit Leuten die das gleiche wollen wie ich. Das heißt geile Lösungen zu fairen Preisen und in professioneller, ehrlicher Umgebung erstellen, egal in welchem Feld.

      1. Come to the dark side, we have cookies! 😀

        Mmh, ich finde trotzdem nicht, dass es so einfach zu beantworten ist. Ich habe Angst davor, dass ich dadurch, dass mein Hobby nicht mehr nur Hobby ist, sondern für meinen Lebensunterhalt sorgen soll, ich es irgendwann nicht mehr so toll finde wie gerade jetzt, sondern nur noch Pflicht wird.

        1. Ist verständlich und für viele Menschen wurde das schon zur Realität, aber einen Versuch ist es denke ich immer wert. Es kommt immer auch auf Mitarbeiter und Kunden an, Firmenklima und eine Menge Faktoren, aber das meiste kann man ja stark beeinflussen. Ich stecke Menschen um mich regelmäßig mit meiner Begeisterung für Spiele, Blogs, Programmiersprachen, Frameworks oder Videotechnik an und schaffe mir dadurch Mitarbeiter, die mit dem gleichen Kram arbeiten, der mir auch Spaß macht. Meine Firma ist finanziell noch nicht sehr erfolgreich, aber wenn man ab und zu zurück schaut, merkt man, wie viel man weiter kommt.

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