RhodeCode Review

Die Jungs von RhodeCode haben mich Heute auf twitter gefragt ob ich mir ihr Source Code Management System nicht mal anschauen möchte. Im Gegensatz zu gitorious oder GitLab ist RhodeCode in python geschrieben und kommt mit einem etwas anderen Layout daher.

rhodecode_home

Es unterstützt sowohl Mercurial als auch git für Versionskontrolle und wird vom Team in Berlin gebaut.

Ich habe mir RhodeCode mal angeschaut, allerdings nicht selbst installiert und hier ist was mir so gefallen hat und was nicht.

Feedback zu RhodeCode

RhodeCode scheint ein solides System um git und mercurial repositories zu administrieren. Die Features sind zahlreich und dürften den meisten Ansprüchen genügen. Was ich wirklich vermisse sind Merge und Pull Requests, die sich noch nicht über das web interface erstellen lassen.

Schade ist, dass der Downloadlink für RhodeCode einfach ziemlich versteckt ist. Über rhodecode.org ist es allerdings erreichbar und man kann es selbst installieren.

Ladegrafiken wären toll, wenn man etwas mit seinem git repository macht, das einfach einige Zeit dauert, damit der Benutzer weiß was abgeht. Zur Zeit wird das Browserfenster einfach lange geladen, wenn ein Vorgang länger dauert.

Das Interface ist nicht schlecht, aber auch nicht hervorragend. Es erinnert mich etwas an Trac, mit seinen langen Listen und manche Menus sind etwas verschachtelt, anstatt als zweites Menu angezeigt zu werden, wenn man den übergeordneten Menupunkt anklickt.

Die Nutzung von Checkboxes und Select Menus scheint etwas inkonsistent, da man manchmal nur zwei Auswahlmöglichkeiten hat, aber diese doch durch ein Select anwählen muss. Grob gesagt, es kann viel, muss aber noch poliert werden.

RhodeCode Kosten

Selbst installiert, ist es frei zu haben (GPLv3), aber Server, Strom und Bandbreite muss man dann natürlich selbst zahlen.

Die Staffelung geht nach Benutzern, nicht nach repositories, was eigentlich einfacher kalkulierbar ist. Die Anzahl der Softwareprojekte, die man damit verwalten kann ist also unbegrenzt. Dafür beginnt die preisliche Staffelung auch bei 19,99$ pro Monat, was im Gegensatz zur Konkurrenz ungefähr 5-10$ mehr ist (für meine Bedürfnisse, hängt vom Bedarf von Nutzerzahl vs. Repositories ab).

Spekulation meinerseits: Das liegt daran, dass für jeden Kunden ein eigener virtueller Server gestartet wird.

Mein Fazit

Kann viel, steckt viel harte Arbeit drin, aber ich würde momentan nicht dazu wechseln. Von GitLab und github bin ich zu verwöhnt was die Weboberflächen angeht und bin auch gerade ganz glücklich damit.

Beim nächsten major release schaue ich gerne wieder vorbei!

Was meine nächsten Schritte an der Stelle der Beiden wären:

  1. rhodecode.com und rhodecode.org besser verzahnen, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass es das nur gegen Bezahlung geben würde
  2. Einen verständlichen Vergleich von rhodecode Enterprise vs open source machen (gibt es da überhaupt einen Unterschied?)
  3. Interfaces polieren, vielleicht auf mobile Endgeräte achten
  4. Mehr inline Hilfen hinzufügen (git hat noch viele Anfänger)
  5. Icons mit Hoverbubbles entfernen (was sicht nicht selbst erklärt sollte raus)

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